Avodah Zarah 65

Kapitel 65

א דאביק בה מהדר הדר אזיל
1 da er daran so sehr hängt, so wird er bestimmt wiederum hingehen. —
ב והתניא ישראל ההולך לתרפות בין בהליכה בין בחזרה אסור אמר רב אשי כי תניא ההיא בישראל מומר דודאי אזיל
2 Es wird ja aber gelehrt, mit einem Jisraéliten. der zur Götzenstätte geht, sei es sowohl bei seiner Hinreise als auch bei seiner Rückkehr verboten!? R. Aši erwiderte: Dies gilt von einem abtrünnigen Jisraéliten, der ganz bestimmt hingeht.
ג ת"ר עובד כוכבים ההולך ליריד בין בהליכה בין בחזרה מותר ישראל ההולך ליריד בהליכה מותר בחזרה אסור
3 Die Rabbanan lehrten: Mit einem Nichtjuden, der zur Messe geht, ist [der geschäftliche Verkehr] sowohl bei seiner Hinreise als auch bei seiner Rückkehr erlaubt; mit einem Jisraéliten, der zur Messe geht, ist es bei seiner Hinreise erlaubt und bei seiner Rückkehr verboten. —
ד מאי שנא ישראל דבחזרה אסור דאמרי עבודת כוכבים זבין דמי עבודת כוכבים איכא בהדיה עובד כוכבים נמי נימא עבודת כוכבים זבין דמי עבודת כוכבים איכא בהדיה
4 Mit einem Jisraéliten ist es wohl bei seiner Rückkehr deshalb verboten, weil man annimmt, er habe Götzen verkauft und führe den Götzenerlös bei sich, ebenso sollte man doch von einem Nichtjuden annehmen, er habe Götzen verkauft und führe den Götzenerlös bei sich!? —
ה אלא עובד כוכבים אמרינן גלימא זבין חמרא זבין ישראל נמי נימא אימור גלימא זבין חמרא זבין אי איתא דה"ל הכא הוה מזבין ליה:
5 Von einem Nichtjuden nehme man an, er habe wahrscheinlich ein Kleidungsstück oder einen Esel verkauft. — Sollte man doch von einem Jisraéliten ebenfalls annehmen, er habe wahrscheinlich ein Kleidungsstück oder einen Esel verkauft!? — Wenn dem so wäre, so würde er sie daheim verkauft haben.
ו והבאין מותרין: ארשב"ל לא שנו אלא שאין קשורין זה בזה אבל קשורין זה בזה אסורין אימא דעתו לחזור:
6 M<small>IT DENEN, DIE ZURÜCKKEHREN, IST ES ERLAUBT.</small> R. Šimo͑n b. Laqiš sagte: Dies nur, wenn sie nicht gruppenweise kommen, wenn aber gruppenweise, so ist es verboten, weil anzunehmen ist, daß sie noch umkehren wollen.
ז נודות העובדי כוכבים וקנקניהם: ת"ר נודות העובדי כוכבים גרודים חדשים מותרין ישנים ומזופפין אסורין עובד כוכבים ריבבן ועיבדן ונתן לתוכן יין וישראל עומד על גביו אינו חושש
7 S<small>CHLÄUCHE UND</small> W<small>EINKRÜGE VON</small> N<small>ICHTJUDEN.</small> Die Rabbanan lehrten: Neue ungepichte Schläuche von Nichtjuden sind erlaubt, alte oder ausgepichte sind verboten. Wenn ein Nichtjude sie ausschmiert und bearbeitet und im Beisein eines Jisraéliten den Wein hineingießt, so ist nichts zu befürchten. —
ח וכי מאחר דעובד כוכבים נותן לתוכן יין כי ישראל עומד [על] גביו מאי הוי אמר רב פפא ה"ק עובד כוכבים ריבבן ועיבדן וישראל נותן לתוכן יין וישראל אחר עומד על גביו ואינו חושש
8 Was nützt das Beisein eines Jisraéliten, wenn der Nichtjude den Wein hineingießt!? R. Papa erwiderte: Er meint es wie folgt: wenn der Nichtjude sie ausschmiert und bearbeitet und ein Jisraélit im Beisein eines zweiten Jisraéliten den Wein hineingießt, so ist nichts zu befürchten. —
ט ומאחר דישראל נותן לתוכן יין ישראל אחר עומד על גביו למה לי דלמא אגב טירדיה מנסך ולאו אדעתיה
9 Wozu ist, wenn ein Jisraélit den Wein hineingießt, das Beisein eines zweiten Jisraéliten nötig!? — Es könnte vorkommen, daß [der Nichtjude] ihn libiert, der Jisraélit aber in seiner Beschäftigung dies nicht merkt.
י רב זביד אמר לעולם כדקאמרת מעיקרא והכא בעידנא דקא שדי ליה נעשה כזורק מים לטיט אמר רב פפי ש"מ מדרב זביד האי עובד כוכבים דשדא חמרא לבי מילחי דישראל שרי
10 R. Zebid erklärte: Tatsächlich, wie du zuerst angenommen hast, denn in diesem Falle ist es, wenn er ihn hineingießt, ebenso, als würde er Wasser in den Lehm gießen. R. Papi sagte: Aus den Worten R. Zebids ist zu entnehmen, daß, wenn ein Nichtjude Wein in das Salz eines Jisraéliten gießt, dieses erlaubt sei.
יא מתקיף לה רב אשי מי דמי התם קאזיל לאיבוד הכא לא קאזיל לאיבוד
11 R. Aši wandte ein: Ist es denn gleich: in jenem Falle verliert sich [der Geschmack des Weines], in diesem Falle aber verliert er sich nicht.
יב בר עדי טייעא אנס הנהו זיקי מרב יצחק בר יוסף רמא בהו חמרא ואהדרינהו ניהליה אתא שאיל בי מדרשא א"ל רבי ירמיה כך הורה רבי אמי הלכה למעשה ממלאן מים שלשה ימים ומערן ואמר רבא צריך לערן מעת לעת
12 Der Araber Bar A͑di raubte einst Weinschläuche von R. Jiçḥaq b. Joseph und füllte sie mit Wein, und später gab er sie ihm zurück. Hierauf kam dieser ins Lehrhaus und fragte. Da sprach R. Jirmeja: R. Ami lehrte eine Halakha für die Praxis, daß man sie drei Tage mit Wasser fülle und ausspüle. Raba sagte: Man muß es alle vierundzwanzig Stunden wechseln.
יג סבור מינה הני מילי דידן אבל דידהו לא כי אתא רבין א"ר שמעון בן לקיש אחד שלנו ואחד שלהם סבר רב אחא בריה דרבא קמיה דרב אשי למימר הני מילי נודות אבל קנקנים לא אמר ליה רב אשי לא שנא נודות ולא שנא קנקנים
13 Hieraus könnte man entnehmen, dies gelte nur von unsrigen, nicht aber von ihrigen, als aber Rabin kam, sagte er im Namen des R. Šimo͑n b. Laqiš, sowohl von den unsrigen, als auch von den ihrigen. R. Aḥa, der Sohn Rabas, wollte vor R. Aši sagen, dies gelte nur von Schläuchen, nicht aber von Krügen; da sprach R. Aši zu ihm: Einerlei ob Schläuche oder Krüge.
יד ת"ר קנקנים של עובדי כוכבים חדשים גרודים מותרין ישנים ומזופפין אסורין עובד כוכבים נותן לתוכן יין ישראל נותן לתוכן מים עובד כוכבים נותן לתוכן יין ישראל נותן לתוכן ציר ומורייס ואינו חושש
14 Die Rabbanan lehrten: Neue ungepichte Weinkrüge von Nichtjuden sind erlaubt, alte oder ausgepichte sind verboten. Hatte der Nichtjude darin Wein gehabt, so gieße der Jisraélit darin Wasser; hatte der Nichtjude darin Wein gehabt, so gieße der Jisraélit darin Fischlake oder Tunke, und er braucht kein Bedenken zu haben.
טו איבעיא להו
15 Sie fragten: